Die internationale Express Yourself Konferenz 2014 in Sheffield

DSCN1106 (Small)Im Rahmen des von der EU geförderten internationalen Projektes „Chain Reaction„, in dem es darum geht, forschend-entdeckendes Lernen in die Praxis des naturwissenschaftlichen Unterrichts zu integrieren, fand am 21.03.2014 die erste nationale „Express Yourself Conference“ an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg statt. Neun baden-württembergische und eine hessische Schülergruppe stellten sich mit ihren Forschungsergebnissen dem Wettbewerb um die Teilnahme an der ersten internationalen „Express Yourself Conference“ in Sheffield, Großbritannien.
Die Jury entschied sich für das Forschungsteam der Liebfrauenschule Bensheim. Die Schülerinnen Yasmin Douahem, Olivia Wachtel, Laura Löser, Alessia Günther und Theresa Huntemann hatten unter der Betreuung ihrer Lehrerin Annette Flechsig zum Thema „Green Heating“  geforscht und sich mit der Erforschung und dem Bau von Sonnenkollektoren beschäftigt. Sie haben das Modell eines Sonnenkollektors nachgebaut, eigene Messungen durchgeführt und ihre Ergebnisse in einem überzeugenden Vortrag dargelegt.
Als Siegerteam der nationalen Express Yourself Conference durften die Schülerinnen im Zeitraum vom 11. bis 14. Mai 2014 nach Sheffield reisen, wo sie auf die Gewinner-Teams aus weiteren elf europäischen Ländern trafen und nochmals ihr Projekt vorstellten.
Die Reise unseres Teams nach Sheffield nahm einen turbulenten Anfang: Die Wetterlage zwischen Deutschland und England sorgte am Montag, den 12. Mai 2014 für einen unruhigen Flug nach Sheffield. Im Zug von Manchester nach Sheffield gab es erste Begegnungen mit ebenfalls anreisenden Teams aus anderen Ländern.
Im hübschen Sheffield wurde das deutsche Team am Hotel von der deutschen Projektleitung begrüßt und zusammen mit allen anderen Teams zu einem festlichen Dinner geladen. Die Tische waren mit den Landesflaggen geschmückt, so dass man sich dort wohl aufgenommen fühlte.
Nach dem Dinner gab es noch etwas Zeit, um noch eine kleine Erkundungsrunde durch Sheffield zu drehen bzw. sich den letzten Vorbereitungen auf die Konferenz zu widmen.
Am Dienstagmorgen wurde schon vor dem Frühstück ein letztes Mal die Präsentation geübt. Die Aufregung der Schülerinnen stieg und eine Frage bewegte die Mädchen besonders, denn sie  hatten zuvor per Paket ihr Modell nach Sheffield geschickt: War das Paket rechtzeitig angekommen? Hatte das Modell die Reise ohne Schäden überstanden? Bei der Anmeldung dann die freudige Überraschung: Ja! Dem Modell eines Sonnenkollektors ging es gut – es freute sich auf seinen Einsatz. Die Schülerinnen hängten ihr Poster auf und überprüften noch einmal den Tagesablauf im Programm.
Um 9:30 Uhr ging es nun endlich mit den ersten Vorträgen los. Zwölf sehr beeindruckende Präsentationen standen auf dem Programm. Der Hörsaal war stimmungsvoll eingerichtet und es war schnell jedem im Zuschauerraum klar, dass hier eine echte Wissenschaftskonferenz tagte. Neben den spannenden Vorträgen galt es auch, kulturelle Unterschiede kennenzulernen. Schuluniformen sind in Deutschland nicht üblich – und obschon man im Englischunterricht mal davon gehört hatte – war es etwas anderes, diese einmal live bestaunen zu dürfen.
Das deutsche Team hatte ihre Präsentation in der vorletzten Session. Die Schülerinnen lieferten einen souveränen Vortrag und beantworteten anschließend die in der Diskussion gestellten Fragen bravourös.
Als weiteren Höhepunkt konnten sie anschließend dem interessanten Fachvortrag von Professor the Lord Robert Winston lauschen.
Im internationalen Vergleich siegreich war das Team aus Bulgarien, welches sich dem Thema: „Plants in Space“ gewidmet hatte. Die SchülerInnen zeigten eine Prezi-Präsentation, in der sie davon berichteten, dass sie Ernährungspläne erstellt und Experimente zur Wasseraufbereitung und zum Pflanzenwachstum angestellt hatten. Der Jury wurde abschließend ein selbstentwickeltes Getränk gereicht. Man war sich einig: Dies war ein fachlich und sprachlich rundum gelungener Vortrag.
Gegen Abend wurde Alfonso Cuaróns Film „Gravity“ für alle Gruppen gezeigt.
Am Mittwoch dann waren die Zeichen auf „Abreise“ gestellt. Die Schülerinnen hatten Bekanntschaft mit der Gruppe aus der Türkei gemacht und gemeinsam den botanischen Garten in Sheffield erkundet. Ob aus dieser Begegnung ein Forschungskontakt oder besser noch Freundschaften erwachsen bleibt abzuwarten.
Pünktlich, glücklich und um viele Erfahrungen reicher landete das Team der Liebfrauenschule gegen 21 Uhr wieder in Frankfurt.
Von uns aus – Danke für die schönen Erlebnisse mit Euch und wir hoffen – ihr bleibt mit uns und den anderen Projektteilnehmern in Kontakt…!

Wir freuen uns natürlich sehr über den Bericht auf der Schulwebseite der Liebfrauenschule Bensheim & über den Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger…!

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