The Winner takes… Sheffield

K1600_SiegAm 21.3.2014 fand die erste nationale Express Yourself Conference (nEYC) mit zehn spannenden Schülervorträgen aus fünf forschungsbegeisterten Schulen statt. Mit eigenen Vorträgen vertreten waren die Pestalozzischule in Mannheim, die Liebfrauenschule aus Bensheim, das Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium aus Mannheim, das Gymnasium Englisches Institut aus Heidelberg und das Gymnasium Gammertingen. Zusätzlich gab es zahlreiche Posterbeiträge, welche sich ebenfalls mit den Forschungsthemen Erde und Universum auseinandersetzten. Im Finale standen sich die 10. Klasse des Johann-Sebastian-Bach Gymnasiums und die 9. Klasse der Liebfrauenschule in Bensheim gegenüber. In einem spannenden und überaus knappen Duell konnten dies die Schülerinnen der Liebfrauenschule für sich entscheiden.

Um es kurz zu machen – wir sind begeistert von so viel Forschergeist:  Sei es nun die Müllverbrennungsanlage, die als Modell aus Legosteinen präsentiert wurde oder das Projekt zur Hochrechnung des eigenen Bedarfs an Brottüten an der Schule. Auch fasziniert waren alle von den funktionstüchtigen Phepps, mobilen Miniaturgeneratoren mit denen geringe Mengen an elektrischem Strom produziert (oder richtiger gewandelt) werden können. Kein Wunder also, dass eines dieser Geräte durch den souveränen, fachkundigen Vortrag von Anna-Marie Baier, Yvonne Hettinger, Sara-Florentine Milcent, Theresa Stellrecht und Jule Winkler aus der 10. Klasse des Johann-Sebastian-Bach Gymnasiums unter der Leitung von Karl-Heinz Graf in das Finale einzog.

Ebenfalls in das Finale schafften es die Schülerinnen Yasmine Douahem, Theresia Huntemann, Laura Löser, Alessia Nadia und Olivia Wachtel der 9. Klasse der Liebfrauenschule Bensheim, die von ihrer betreuenden Lehrerin Annette Flechsig begleitet wurden. In vielen intensiven, kleinschrittigen Versuchen hatten sie die bestgeeignetsten Komponenten für einen selbst gebauten Wärmekollektor erprobt und diesen anschließend gebaut. Hierbei zeigten die Schülerinnen eine erstaunliche wissenschaftliche Sorgfalt – jede Komponente wurde in aufwendigen Versuchsreihen zunächst einzeln betrachtet und anschließend im Zusammenspiel mit den anderen getestet. Zu jedem Einzelteil hatten sich die Schülerinnen Gedanken gemacht, welche Funktion es im Gesamtgefüge übernehmen sollte und überprüft, ob es für ihr Modell geeignet war. Mit diesem Vortrag gelang es der Gruppe, die Jury zu überzeugen, welche sich jedoch sehr schwertat, aus den hochkarätigen Vorträgen eine Siegerpräsentation auszuwählen.

Ebenfalls hoch beeindruckt zeigte sich die Jury von der Arbeit der SchülerInnen Lisa Mäurle, Matthias Rauscher, Katharina Werz und Ann-Kathrin Worch der 10. Klasse des Gymnasiums Gammertingen unter Verena Jannack, diese hatten sich mit der Ummantelung einer Mülldeponie befasst und experimentell erarbeitet, wie die einzelnen, möglichst biologischen, Schichten angeordnet werden sollten, um auftretendes Sickerwasser zu entgiften und bezogen auf den ph-Wert zu neutralisieren. Hierzu hatte die wortgewandte und sehr gut vorbereitete Gruppe sogar einen Forschungsbericht verfasst, den sie der Jury überreichte.

Die SchülerInnen des Englischen Instituts konnten mit zwei unterschiedlichen Vorträgen aufwarten. Zum einen beschäftigte sich auch die Klasse von Dr. Carsten Mundus mit der empirischen Ermittlung geeigneter Sonnenkollektoroberflächen, zum anderen befasste sich die Klasse von Dr. Armin Rasche mit einer Risikoabschätzung der Gefahren einer Kollision von unterschiedlichen Himmelskörpern mit der Erde – beide Vorträge konnten überzeugen.

Die 8. Klasse von Herrn Rempe des Gymnasiums Gammertingen beschäftigte sich ergänzend mit den Eigenschaften der Infrarotstrahlung im Bezug auf Absorption und Reflexion und konnte hierbei erste Ergebnisse präsentieren.

Das Pestalozzi-Energie-Team (PET) der Pestalozzischule Mannheim stellte in zwei eng verbundenen Vorträgen ihr Konzept für den nachhaltigen Bau einer Restmülldeponie vor. Nach eigenen Forschungen und der Befragung zahlreicher Experten aus den Bereichen Müllentsorgung und Erdbau konnten die SchülerInnen dem Publikum und der Jury ihren Entwurf präsentieren.

Mit der Wasser- und Sauerstoffversorgung von Astronauten auf einer ca. 800-tägigen Marsreise hatten sich die SchülerInnen von Dr. Nicolas Chalwatzis aus der Liebfrauenschule in Bensheim auseinandergesetzt. Umfangreiche Analysen und ein eigenes Pflanzenexperiment führten zu zahlreichen Ideen und einem Bewässerungsmodell für zukünftige Raumschiffkonstruktionen.

Die SchülerInnen von Dr. Jens-Peter Knemeyer des Johann-Sebastian-Bach Gymnasiums in Mannheim präsentierten ihre eigens programmierte wissenschaftliche Website zu Urknall-Theorien und konnten mit anschaulichen Effekten und fundierten Inhalten aufwarten.

Wir möchten uns bei allen teilnehmenden Klassen und Lehrkräften herzlich bedanken. Sie haben es möglich gemacht, dass das Event zu einem vollen Erfolg wurde. Wir freuen uns über die hohe Qualität der Beiträge und wünschen uns unbedingt, weiteren Kontakt mit den jungen Forscherinnen und Forschern aus dieser Schule.

Dem Siegerteam wünschen wir natürlich viel Erfolg in Sheffield !

 

P.S.: Weitere Fotos folgen

 

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